Garantie und Gewährleistungsrecht

Die Garantie ist nicht nur ein elementares Recht aller Konsumentinnen und Konsumenten. Sie kann auch einen wichtigen Beitrag zur Kultur der Reparatur beitragen.

Mit Garantie meinen wir meistens das gesetzliche Gewährleistungsrecht. Dieses Gewährleistungsrecht ist im Obligationenrecht geregelt. Der Verkäufer hat dabei die Gewährleistungspflicht, der Käufer oder die Käuferin das Gewährleistungsrecht. Konkret bedeutet dies: Wird die gekaufte Sache mit einem Mangel geliefert oder geht bei ordnungsgemässem Gebrauch kaputt, gelten bestimmte Regeln. So kann der Konsument vom Kaufvertrag zurücktreten («Geld zurück»), kann eine Wertminderung verlangen («Reduktion des Kaufpreises») oder kann ein gleichwertiges Ersatzprodukt verlangen («Austausch»). Aber Achtung: Die gesetzliche Gewährleistung kann vertraglich abgeändert oder sogar ganz gestrichen werden. Ihr findet umfangreiche Informationen zur Garantie und was diese genau beinhaltet in diesem Online-Rategeber des Konsumentenschutzes.

Garantie als Hebel für die Reperaturförderung

Die Garantie wird von vielen Organisationen aber auch vom Bund als zentraler Schalthebel für die Erhöhung der Lebensdauer und die Reparierbarkeit von Produkten angesehen. Es ist klar: Je länger der Produzent für allfällige Mängel an seinen Produkten aufkommen muss, desto wertiger werden diese Konstruiert und desto länger sind auch Ersatzteile verfügbar. Aus diesem Grund geben manche EU-Länder bis zu sechs Jahren Garantie. In der Schweiz beträgt diese Frist nur zwei Jahre. Der Konsumentenschutz fordert darum schon seit 2013 immer wieder eine Verlängerung der Garantiefrist.