Geplanten Obsoleszenz: Gibt es das?

Wenn der Drucker knapp ein Jahr nach dem Kauf bereits den Geist aufgiebt, steckt meist geplante Obsoleszenz dahinter. Erfahre, was das ist und was die Repair Cafés dagegen tun.

Geplante Obsoleszenz mein die gängige Praxis von Unternehmen, die Nutzungsdauer von Produkten durch Verkürzen ihrer Lebensdauer absichtlich einzuschränken. Hersteller stellen Produkte absichtlich mangelhaft her, so dass sie schneller kaputt gehen. Das Ziel: Der oder die Kund:in soll das Gerät möglichst bald wieder ersetzen müssen. Das geht auf Kosten der Umwelt und der Ressourcen. Problematisch daran ist, dass geplante Obsoleszenz kaum nachweisbar ist. Denn in der Schweiz liegt die Beweislast bei den Konsument:innen, die oftmals über zu wenig Know-how verfügen.

Geplante Obsoleszenz: In der EU ist es verboten

Dass Produkte also nach nur kürzester Zeit bereits kaputtgehen, ist oftmals also kein Zufall. Eine weitere Hürde ist die Reparierbarkeit. Denn zusätzlich zum mangelhaften Design, werden Produkte oftmals so hergestellt, dass sie nicht reparierbar sind (verklebte oder verschweiste Gehäuse). Oftmals fehlen auch Ersatzteile. Diesen unsauberen Methoden wurde in der EU einen Riegel geschoben: Geplanter, frühzeitiger Verschleiss von Produkten ist in Europa seit 2023 verboten. In der Schweiz hat sich das Parlament und der Bundesrat immer gegen ein solches Verbot gesträubt.

Repair Cafés als Gegenbewegung

Mit dem Repair Café wird ein Gegengewicht zu diesen Herstellungspraktiken geschaffen. Die Reparatur und Langlebigkeit von Produkten steht im Zentrum und die Begeisterung fürs Reparieren wird auf sympathische Weise vermittelt. Dies ist die Grundlage, dass der geplanten Obsoleszenz den Wind aus den Segeln genommen werden kann.